Tipps und Infos bei der Kündigung des Tagesgeldkontos

 

Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich um ein verzinstes Konto und ist an keine Laufzeit gebunden. Des Weiteren handelt es sich um ein reines Guthabenkonto, das heißt dass es nicht überzogen werden kann. Der jeweilige Kontoinhaber kann jeden Tag und in beliebiger Höhe über sein Kapital verfügen. Die etwaigen Zinsen werden in geregelten Abständen dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben. Das Tagesgeldkonto ist in der Regel nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr gedacht. Finanzielle Transaktionen finden zumal mit einem verbundenen Girokonto statt.

 

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Warum das Tagesgeldkonto kündigen?


Die Kündigungsgründe für ein Tagesgeldkonto sind so unterschiedlich wie die Kontobeantragung selber. Die einen Anleger lösen Ihr Tagesgeldkonto auf, weil sie zu einer anderen Bank wechseln möchten, die bessere Konditionen anbietet. Andere Tagesgeldkontoinhaber lösen Ihr Konto auf, weil es die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage nicht mehr ermöglicht zu sparen und die Zahlungseingänge nicht mehr den vertraglichen Vorgaben entsprechen.

•    finanzielle Gründe, da Bargeld benötigt wird.
•    private Gründe, Vorstellung entsprach nicht den Tatsachen
•    persönliche Gründe, anderes Institut bietet bessere Konditionen
•    Tod des Bankkontoinhabers

 

An wen muss ich mich wenden, wenn ich mein Tagesgeldkonto kündigen möchte?


Am zweckdienlichsten ist es, dass Sie sich vor der Tagesgelderöffnung darüber informieren, wie es sich bei Ihrem Tagesgeldkonto mit den Kündigungsmodalitäten verhält. Fragen Sie hierfür Ihren Berater. Zugegeben, es ist bekannt, dass wir in der Regel die allgemeinen Geschäftsbedingungen nur querlesen und dadurch vernachlässigen. Warum auch nicht? In erster Linie geht es immerhin darum, letztlich das langersehnte Sparkonto zu eröffnen.

Diese Gewohnheit ist leider grundliegend falsch, denn viele Konten sind an Mindestzahlungseingänge gebunden oder beinhalten sonstige verborgene Bindungsklauseln. Daher ist es sehr wichtig, einen (prüfenden) Blick ins Kleingedruckte zu werfen und sich dabei Zeit zu lassen. Bei den meisten Tagesgeldkonten ist es eigentlich so, dass Sie einfach bei der Hausbank oder dem jeweiligen Anbieter kündigen können. Dies ist ebenfalls in den allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt. Es zeigt sich demzufolge, dass wir dem Kleingedruckten nur bedingt Interesse schenken.

  • zuerst an den Tagesgeldkontoanbieter bzw. Vertragspartner wenden
  • Kleingedrucktes des Tagesgeldkontovertrages genauestens lesen, alle wichtigen Details stehen auch drin, und wenn nicht ist der Vertrag nichtig
  • vor Kontoeröffnung nach Kündigungsmodalitäten fragen, (bei Unklarheiten ist es wichtig sich diese Wort für Wort erläutern zu lassen bzw. selbst in aller Ruhe durchzulesen)

 

Was gilt es, bei der Kündigung zu beachten?


Das normale Tagesgeldkonto ist zeitlich unbeschränkt und ist an keine Laufzeit gebunden. Sollten Sie Ihr Tagesgeldkontovertrag auflösen wollen, müssen Sie dieses schriftlich kündigen. Senden Sie das Schreiben per Post, verwenden Sie am besten die Methode des „Einwurf Einschreibens“. Indes gilt es, der frist- und termingerechten Zusendung der Kündigung, ein besonderes Augenmerk zu widmen. Bei vielen Tagesgeldanbietern zählt hingegen nicht der Poststempel zur Bestimmung des Kündigungszeitpunktes, sondern lediglich das Zustelldatum. Ein nützlicher Beleg könnte also die Auswahl der Zustellmethode „Einschreiben mit Rückschein“ bringen, so wissen Sie ausnahmslos, dass der Adressat das Schreiben auch erhalten hat. Sollte es bei Ihrer Kündigung zu Differenzen kommen, haben Sie einen Beleg in den Händen, dass Sie das Schreiben bei der Post aufgegeben haben und der Adressat dieses auch erhalten hat, dieser muss den Erhalt per Unterschrift bestätigen.

Die Angaben über Ort und Datum sind nicht relevant zur Bestimmung des genauen Kündigungszeitpunkts. Diese Angaben gehören trotzdem zu einem Kündigungsschreiben dazu. Bei der Adresse des Tagesgeldkontoanbieters ist es wichtig den Namen komplett anzugeben und die zuständige Abteilung (KontoService) zu notieren.

Damit sich die Prüfung Ihrer Kündigung nicht verzögert und der KontoService Ihr Schreiben schnell einordnen kann, ist es relevant die Tagesgeldkonto- bzw. Kartennummer, mit anzugeben. In einem Zusatz sollten Sie nochmals betonen, dass Sie um eine Bestätigung des Eingangs Ihrer Kündigung bitten. Heutzutage bieten eigentlich alle Banken Ihren Kunden ein Portal zum „Onlinebanking“ an. In diesem Portal haben Sie unteranderem die Handhabe Ihren aktuellen Tagesgeldstand einzusehen und Kontoauszüge herunterzuladen. Deaktivieren Sie diesen Zugang auf alle Fälle eigenständig und teilen Sie Ihrem Institut mit, dass dieser Ihre persönlichen Daten endgültig löschen soll. 

Gründe, wieso Sie Ihr Tagesgeldkonto auflösen möchten, brauchen Sie nicht unbedingt mit angeben. Es sei denn, es handelt sich um besondere bzw. außerordentliche Gründe. Den Kündigungszeitpunkt sollten Sie mit „schnellst möglich“ bzw. „zum nächst möglichen Termin“ oder schlussendlich mit „Fristgerecht zum…“ angeben. Anschließend müssen Sie noch eigenhändig unterschreiben, damit die Kündigung auch anerkannt werden kann und sichergestellt wird, dass es sich um Ihren freien Willen handelt.

Bei einer Kündigung für das Tagesgeldkonto gilt es, dass ein oder andere zu berücksichtigen, damit Ihre Kontoauflösung auch wirksam werden kann. Daher ist von Bedeutung, dass Sie folgende Aspekte beachten:

  • Ort und Datum
  • Anschrift der Bank bzw. des Vertragspartners
  • ggf. persönlichen Ansprechpartner
  • Kontonummer sowie eventuell die Kartennummer
  • ggf. Kündigungsgrund
  • Kontonummer für Auszahlung des Tagesgeldguthabens
  • Name, Vorname
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • evtl. E-Mail Adresse
  • Kündigungszeitpunkt
  • eigenhändige Unterschrift

    Im Todesfall des Tagesgeldkontoinhabers, sollten Sie als Bevollmächtigter zwingend Ihre Vollmacht und den Totenschein in Kopie mitschicken!

 

Was passiert im Anschluss?


Nach dem Ihre Kündigung bei dem Tagesgeldinstitut eingetroffen ist und dieses geprüft wurde, erhalten Sie in der Regel eine Kündigungsbestätigung.

Aus jenem Schreiben können Sie dann entnehmen, zu welchem Zeitpunkt Ihr Tagesgeldkonto aufgelöst wird und was mit Ihrem bestehenden Kapital passiert, für den Fall dass Sie keine Kontonummer angegeben haben. Darüber hinaus werden Sie darüber benachrichtigt was Sie mit der Ihnen zur Verfügung gestellten Bankkarte zu machen haben. Bei manchen Bankinstituten müssen Sie die Karte zurücksenden, oder ggf. beim Institut direkt abgeben.

Sollten Sie dem Wunsch Ihres Tagesgeldkontoanbieters nicht nachkommen, drohen Ihnen zusätzliche Kosten, wie beispielsweise Verzugszinsen.

•    Kündigungsbestätigung abwarten
•    ggf. Online Banking Account deaktivieren und löschen lassen
•    überlassene Bankkarte an die Bank zurückschicken bzw. abgeben
•    angegebenes Konto (meist Giro Konto) nach Zahlungseingang überprüfen

 

Fazit:


Schon vor einer Tagesgeldkontoeröffnung, ist es von Bedeutung das vertragliche Kleingedruckte bezüglich den Kündigungsfristen zu lesen und auftretende Fragen sofort von dem zuständigen Berater erläutern zu lassen. Achten Sie auf die eventuelle Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen. Die Kündigung eines Tagesgeldkontos ist genauso schnell geschrieben, wie die Beantragung des Kontos im Vorhinein. Also komplett bequem. Dabei spielt es keine Rolle um welchen Tagesgeldkonto Anbieter es sich handelt.

Das Schreiben hat unbedingt schwarz auf weiß und eigenhändig unterschrieben zu erfolgen. Sie brauchen keinen konkreten Kündigungsgrund anzugeben, mit Ausnahme der außerordentlichen Kündigung. Als Beweis kann es von Bedeutung sein, dass Sie Ihre Kündigung entweder per Einwurfeinschreiben oder anderenfalls per Einschreiben mit Rückschein senden. Etwaige Kontokarten (wird von manchen Anbietern schon zur Verfügung gestellt) umgehend an das Bankinstitut bzw. den Anbieter zurücksenden und den bestehenden Online Banking Account löschen. Geben Sie an wie Sie die Auszahlung Ihres Tagesgeldes wünschen.

 

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