Finde Informationen und Tipps zur Kündigung der Unfallversicherung

 

Eine zusätzliche Unfallversicherung abzuschließen ist durchaus sinnvoll da nicht nur Arbeits- bzw. Schulunfälle damit abgesichert und versichert sind, sondern auch private Freizeitunfälle. Die private Unfallversicherung kann ganz auf die persönlichen Ansprüche zu geschneidert werden. Dieser Versicherungsschutz dient ebenso als Grundversicherung nicht nur für den Versicherten, sondern auch für seine Hinterbliebenen im Versicherungs- bzw. Schadensfall.

 

 

 

Was bedeutet der Begriff Unfallversicherung?


Die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung bestehen darin, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, ebenso wie arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Die Versicherung leistet darüber hinaus auch im Ernstfall eine finanzielle Entschädigung für den Verunfallten bzw. deren Hinterbliebene. Des Weiteren sorgt die Versicherung, bei Arbeitsunfällen bzw. Berufskrankheiten, die Leistungsfähigkeit des Versicherten zu rehabilitieren.

Der Tätigkeitsbereich der Unfallversicherung lässt sich wie folgt untergliedert: 

  • Prävention, das bedeutet in die Vorbeugung von Unfällen und Krankheiten.
  • Rehabilitation, also in die Wiederherstellung des Verunfallten
  • Entschädigung mittels Geld- bzw. Sachleistungen.

Die Unfallzusatzversicherung tritt ein, wenn eine Arbeitsunfähigkeit auf Grund eines Unfalls innerhalb eines Jahres nach dem Unfallereignis vorliegt. Dies muss allerdings innerhalb eines weiteren Vierteljahres ärztlich attestiert werden.

Wenn alle Kriterien erfüllt wurden und die nötigen Dokumente vorliegen, kann eine Leistung als Einmalzahlung oder einer monatlichen Rente gewehrt werden. Bei sogenannten Todesfallleistungen zahlt die Versicherung selbstverständlich an die Hinterbliebenen.

So klingt die Theorie, aber was tun wenn die Beiträge nicht mehr aufgebracht werden können?

 

Warum die Unfallversicherung kündigen?


Im ersten Moment klingt eine Unfallzusatzversicherung gut, da Sie wie schon erwähnt auch Freizeitunfälle abdecken. Kommt es aber erst einmal zum Schadensfall stellen sich viele Versicherungen quer und wollen nicht zahlen. Des Weiteren gibt es keinerlei Einheitsbeiträge. Umso gefährlicher bzw. riskanter der Beruf desto höher die monatlichen Beiträge. Die private Unfallversicherung deckt Arbeitsunfähigkeit ab, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie nie wieder arbeiten werden? Die Möglichkeit in Ihrem bis dato ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten zu können ist doch viel wahrscheinlicher. Das heißt Sie brauchen eine arte Quarte Berufsunfähigkeitsversicherung, diese decket die Zusatzversicherung aber nicht mit ab. Also müssen sie sich abermals versichern.

Aus folgenden Gründen könnten Sie die Zusatzversicherung kündigen:

  • private Gründe, Unzufriedenheit beim Service
  • finanzielle Gründe, Beiträge können nicht mehr geleistet werden
  • persönliche Gründe, Versicherung wird nicht mehr benötigt
  • gesundheitliche Gründe

 

An wen muss ich mich wenden, wenn ich meine Unfallversicherung kündigen möchte?


Am sinnvollsten ist es wenn Sie sich vor Vertragsabschluss erkundigen, wie es sich mit den Kündigungsbedingungen verhält. Jeder kennt es allerdings, die Versicherungsvertreter reden gut und lassen es erst gar nicht zu, dass Sie einen intensiven Blick in die allgemeinen Geschäftsbedingungen werfen. Aber warum auch? Der Versicherungsfachangestellte hat Ihnen ja alles ganz (un-)genau erklärt und vor allem wollen Sie ja nur für den Ernstfall vorsorgen.

Diese Einstellung ist allerdings grundliegend falsch, denn viele Verträge sind mit massiven Bindungsklauseln verbunden  Daher ist es unabdingbar, einen (intensiven) Blick ins Kleingedruckte zu werfen. Meistens verhält es sich allerdings so, dass direkt bei dem Versicherungsvertreter bzw. bei dem Versicherungsunternehmen gekündigt werden kann, auch dieses ist in den allgemeinen Geschäftsbedingungen hinterlegt. Es zeigt sich also abermals, dass wir im Allgemeinen dem Kleingedruckten zu wenig Aufmerksamkeit widmen.

  • zuerst an den Versicherungsvertreter wenden
  • Kleingedrucktes des Vertrages aufmerksam und in Ruhe durchlesen
  • vor Vertragsabschluss nach Kündigungsmodalitäten fragen bzw. nachlesen

 

Was gilt es, bei der Kündigung zu beachten?


Die schriftliche Kündigung muss also schriftlich erfolgen und nicht per E-Mail oder Fax. Es bietet sich auf jeden Fall an die Kündigung per Einschreiben an den Empfänger zu senden. Sollte es bei der Kündigung zu Schwierigkeiten kommen, haben Sie als Absender einen Nachweis in der Hand, dass Sie den Brief bei der Post aufgegeben haben. Sinnvoll wäre auch ein Rückschein zu fordern, so wissen Sie ganz genau, dass der Empfänger das Schreiben erhalten hat. Dieser muss nämlich den Empfang bestätigen.

Der Ort sowie das Datum sind wichtig für die anschließende Bestimmung des Kündigungszeitpunkts. Bei der Anschrift des Versicherungsunternehmens ist es wichtig den Namen komplett auszuschreiben und am besten die zuständige Abteilung dazuzuschreiben. Haben Sie einen persönlichen Ansprechpartner schicken Sie den Brief „zu Händen an…“ oder „persönlich“. Damit sich die Bearbeitung nicht verzögert und der Kundenservice Ihre Kündigung schneller bearbeiten kann, ist es wichtig die Kunden- bzw. Vertragsnummer, mitzuteilen.


In einem Zusatz sollten Sie explizit erwähnen, dass Sie um eine Eingangsbetätigung der Kündigung bieten und um die Lösung Ihrer persönlichen Kundendaten. Hierfür sollten Sie nicht nur die eigene Adresse angegeben, sondern am besten noch Ihre E-Mail Adresse. Kündigungsgründe brauchen Sie nicht unbedingt angegeben, es sei denn, es handelt sich um besondere bzw. außerordentliche Gründe. Der Kündigungszeitpunkt kann mit „zum nächst möglichen Zeitpunkt“ oder „ zum schnellst möglichen Zeitpunkt“ angegeben werden. Um die Kündigung abzurunden und wirksam zu machen, wird sie natürlich von Ihnen eigenhändig unterschrieben.

Bei dem Kündigungsschreiben gilt es als also einiges zu beachten, damit die Kündigung auch wirksam ist. So ist es wichtig darauf zu bedenken, dass folgende Punkte niedergeschrieben werden müssen:

  • Ort und Datum
  • Anschrift des Versicherungsvertreters/Versicherungsunternehmen
  • Kundennummer bzw. Vertragsnummer
  • Name, Vorname
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • evtl. E-Mail Adresse
  • Kündigungszeitpunkt
  • eigenhändige Unterschrift

 

Was passiert im Anschluss?


Nach dem Eingang und der Bearbeitung Ihres Kündigungsschreibens erhalten Sie in der Regel ein Bestätigungsschreiben. In diesem Sie entnehmen können, zu wann der Vertrag ausläuft, und ob noch etwaige Beiträge zu begleichen sind. Des Weiteren wird in diesen Schreiben genau beschrieben, wie mit dem bis dato Beiträgen weiter verfahren wird. Bei manchen Versicherungsanbietern werden bei einer Kündigung noch Bearbeitungsgebühren fällig. Diese müssten Sie umgehend Begleichen. Sollte diesem Wunsch nicht entsprochen werden, drohen Ihnen zusätzliche Kosten.

  • Kündigungsbestätigung abwarten
  • ggf. Kundenkonto ausgleichen
  • anfallende Bearbeitungsgebühren zahlen
  • ggf. Kundenaccount im Internet selbst deaktivieren und löschen lassen

 

Fazit:


Schon vor dem Vertragsabschluss die AGBs bezüglich einer Kündigung durchlesen und etwaige Fragen umgehend, am besten vor Ort klären. Wichtig ist es auf die Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist zu achten. Das Kündigungsschreiben einer Unfallzusatzversicherung ist in der Regel relativ einfach zu gestalten. Das Kündigungsschreiben hat schriftlich und eigenhändig unterschrieben zu erfolgen. Es ist eigentlich nicht einmal nötig, einen Kündigungsgrund anzugeben, es sei denn es handelt sich um Krankheit oder Tod. Zu Ihrer eigenen Sicherheit ist es wichtig als Nachweis, den Brief per Einschreiben zu senden. Wenn Sie auf Nummerischer gehen möchten, schicken Sie die Kündigung sogar per Einwurfeinschreiben mit Rückschein. Es kostet zwar etwas mehr, allerdings kann es bei Komplikationen mit der Versicherung sehr viel Geld sparen. Etwaige Bearbeitungsgebühren umgehend an den Unternehmen überweisen und das Kundenkonto ausgleichen. Lassen Sie Ihr Kundenaccount deaktivieren bzw. löschen.

 

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