Infos und Tipps zur Kündigung der Wassersportversicherung

 

Die Wassersportversicherung bietet ihren Versicherungsnehmern einen Versicherungsschutz für Schäden die auf Wassersport zurückzuführen ist. Zusätzlich zu einer Wassersportversicherung gehören die Bootshaftpflichtversicherung, die Bootskaskoversicherung und die Skipper-Haftpflichtversicherung.

Wassersporthaftpflichtversicherung
Diese Zusatzversicherung deckt Vermögens-, Sach- und Personenschäden ab, welche durch Wassersportfahrzeuge der Wassersportgeräte entstehen. Des Weiteren deckt die Versicherung auch Gewässerverunreinigungen ab, die auf Grund eines Unfalls entstehen. Inbegriffen sind also auch Umweltschäden. Versichert ist nicht der Versicherungsnehmer, sondern auch diejenigen die berechtigt sind das Wassersportfahrzeug bzw. das Wassersportgerät zu bedienen. Die Versicherungssumme beträgt dabei mehrere Millionen Euro.

Wassersportkaskoversicherung
Nicht nur die Haftpflichtversicherung, sondern auch die Kaskoversicherung gehört zur Wassersportversicherung. Abgedeckt sind Beschädigungen des Wassersportfahrzeuges bzw. des Wassersportgerätes, die durch Eigen- oder Fremdverschulden verursacht wurden. Ferner sind auch Diebstahl und höhere Gewalt abgedeckt. Dazu zählen Blitzschlag und Explosion. Unfälle des Versicherungsnehmers, also dem Wassersportlers, sind ebenfalls in der Wassersportkaskoversicherung mit inbegriffen.

Skipper-Haftpflichtversicherung
Diese Versicherung haftet für den Inhaber des Wassersportfahrzeuges bzw. des Wassersportgerätes ebenso wie für den Skipper und die Crew. Die Skipper-Haftpflichtversicherung deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden im sechsstelligen Bereich ab. Sie reguliert, des Weiteren auch Schäden innerhalb der Besatzung, da diese als Gefahrengemeinschaft zählt.

Skipper-Haftschutzversicherung
Hier liegt der Fokus auf Personen, die mit einem gecharterten Boot andere befördern. Sollte diese Versicherung nicht abgeschlossen sein, haftet der Bootsführer selber für Sach-, Personen- und Vermögensschäden. Er ist also im vollen Umfang Haftbar.

 

 

Warum die Wassersportversicherung kündigen?


Eine Wassersportversicherung zu kündigen kann die verschiedensten Gründe aufweisen. Wenn Sie beispielsweise, eine Versicherung abgeschlossen haben und verkaufen Ihr Wassersportgerät, dann brauchen Sie die Versicherung auch nicht mehr. Andererseits gibt es auch Versicherte die sich ihre Monatsbeiträge für die Wassersportversicherung schlicht weg nicht mehr bezahlen können, da es ihr finanzielles Ergehen nicht mehr erlaubt, beispielsweise durch den Verlust der Anstellung. Einige Bedingungen und Tarifstrukturen sind auch so unverständlich geschrieben, dass es beim ersten Eindruck so erscheint als handle es sich um eine rundum Schadensabdeckung. Jener Anschein stellt sich dagegen spätesten nach dem ersten Versicherungsfall als Fehlurteil dar.

  • gestörtes Vertrauensverhältnis
  • „versteckte“ Kosten (ggf. Sonderkündigung)
  • unzufrieden mit dem Preis- Leistungsverhältnis
  • im Schadensfall gilt ein Sonderkündigungsrecht
  • Monatsbeiträge können nicht mehr bezahlt werden
  • Beitragserhöhungen bei gleichbleibenden Leistungen (Sonderkündigung)
  • private Gründe, anderes Versicherungsunternehmen bietet bessere Konditionen

 

Was gilt es, bei der Kündigung zu beachten?


Der springende Punkt, ist es darauf zu achten, dass Sie die Versicherung nicht kurz vor knapp kündigen. Die Frist beträgt (wenn es in den AGBs nicht anders geregelt ist) drei Monate zum Vertragsende. Bei vielen Versicherungen gilt hingegen nicht unbedingt der Poststempel, sondern allenfalls das Datum an dem die Kündigung bei dem Versicherer zugestellt wurde. Wenn Sie dann noch Pech haben, schicken Sie zwar Ihr Schreiben zur rechten Zeit weg, es trifft aber mit Verspätung beim Unternehmen ein. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Feiertage suboptimal fallen oder bei Streikmaßnahmen des Postzustellers.

Die Ortsangabe und das Datum sind zur Bestimmung des Kündigungszeitpunkts nicht von Bedeutung, gehören aber obligatorisch bei einer Kündigung dazu. Bei der Anschrift des Versicherungsunternehmens ist es außerordentlich wichtig den Versicherungsnamen komplett auszuschreiben und am besten die ansässige Abteilung zu notieren, beispielsweise den „Kundenservice“. Im besten Falle, haben Sie einen eigenen Ansprechpartner bei Ihrer Versicherung. Damit gewährleistet ist, dass jemand kompetentes die Kündigung erhält, besteht die Möglichkeit die Kündigung sowohl „zu Händen“ als auch „persönlich“ zu verenden. Damit sich die Prüfung, bei großen Unternehmen, nicht verzögert und die Betreuungsabteilung Ihre Kündigung so schnell wie möglich zuordnen kann, ist es das A und O die Versicherungsnummer bzw. das Aktenzeichen mitanzugeben.

In einem Passus ist es sinnvoll wenn Sie nochmals darauf hinweisen, dass Sie um eine schriftliche Zugangsbetätigung Ihrer Kündigung ersuchen. Für diesen Zweck ist es adäquat in Ihrem Schreiben nicht nur Ihre aktuelle Adresse mit anzugeben, sondern ebenso noch Ihre private oder geschäftliche E-Mail Adresse. Kündigungsgründe brauchen Sie nicht zwingend mit anzugeben, es sei denn, es handelt sich um eine außerordentliche Kündigung. Letzteres beispielsweise wäre der Fall beim Ableben des Versicherungsnehmers, wenn Sie als Bevollmächtigter die Versicherung aufkündigen.

  • handschriftlich Unterzeichnet
  • Schriftform unter allen Umständen erforderlich
  • Kündigungsgründe nur in besonderen Fällen anzugeben
  • Kopie des Totenscheins bzw. Erbscheins und der Vollmacht

 

Wie ist die Kündigung aufgebaut?


Bei der Aufhebung für die Wassersportversicherung gilt es ein paar Kriterien zu beachten, damit Ihre Kündigung auch gebilligt werden kann. So ist es von oberster Priorität darauf Acht zu geben, dass folgende Punkte niedergeschrieben werden:

•    Ort und Datum
•    Anschrift des Versicherungsanbieters/Vertragspartner
•    Name des persönlichen Beraters
•    Versicherungsnummer bzw. Aktenzeichen
•    Name, Vorname
•    Anschrift
•    Telefonnummer
•    evtl. E-Mail Adresse
•    Kündigungszeitpunkt
•    ggf. Kündigungsgrund
•    eigenhändige Unterschrift

An wen muss ich mich wenden, wenn ich meine Wassersportversicherung kündigen möchte?


Im Vordergrund steht es sich umgehend das Versicherungsunternehmen zu kontaktieren. Dieses kann bei den meisten Versicherungsunternehmen nicht nur postalisch sondern inzwischen auch per Vordruck aus dem Internet geschehen. Diesen Kündigungsvordruck können Sie Online ausfüllen, ausdrucken und unterzeichnet entweder mailen oder faxen. Alle benötigten Details, auch welche Versandmethode bei der Kündigung bevorzugt wird, können Sie auch Ihrem Vertrag bzw. den angefügten allgemeinen Geschäftsbedingungen entnehmen.

  • an das Versicherungsunternehmen wenden
  • in den allgemeine Geschäftsbedingungen nach Kündigungsfristen schauen
  • bei Ungereimtheiten telefonische oder E-Mail Kontakt mit Versicherung aufnehmen

 

Was passiert im Anschluss?


Nachdem Ihr Versicherungsanbieter Ihre Schreiben erhalten hat und die Angaben überprüft wurden, empfangen Sie in den meisten Fällen umgehend eine Bestätigung über die Wirksamkeit der Kündigung. Diesem können Sie dann entnehmen zu welchem Zeitpunkt Ihr Vertag endet. Darüber hinaus werden Sie darüber in Erkenntnis gesetzt, ob Ihr Versicherungskonto im Lot ist oder ein Leck aufzeigt. Meistens versuchen die Versicherungsanbieter Sie noch einmal mit einem scheinbar erstklassigen Angebot zu locken (Zusatzpolicen oder Prämien). Am Sinnvollsten ist es, wenn sie diese einfach ignorieren, denn ansonsten binden Sie sich nochmals über mehrere Monate.

 

Wichtig zu beachten


Viele Wassersportversicherungen haben eine Mindestlaufzeit, kündigen Sie nicht rechtzeitig, verlängert sich der Vertrag ohne weiteres, um einen in den AGBs fixierte Zeitspanne (dabei muss es sich nicht zwangsläufig immer um 12 Monate handeln).

 

Fazit:


Schon vor dem Versicherungsabschluss ist es üblich und nützlich sich die Kündigungsbedingungen anzusehen und auftretende Unklarheiten umgehend zu klären. Die besondere Wachsamkeit sollte auf die Vertragslaufzeit und der Kündigungsfrist gelegt werden. Das Schreiben bzgl. der Kündigung Ihrer Wassersportversicherung ist in der Regel relativ simpel. Das Kündigungsschreiben hat auf alle Fälle schwarz auf weiß und eigenhändig unterschrieben zu erfolgen. Manche Versicherer bieten schon in ihren Onlineportalen (wenn vorhanden) Kündigungsvorlagen an. Sie können dieses sofort ausfüllen und per Mausklick verschicken. Handelt es sich um eine ordnungsgemäße Kündigung, brauchen Sie theoretisch keine Hinweise zu Ihrem Beweggrund bzgl. der Auflösung zu dokumentieren.

Schreiben Sie nur „Fristgerecht zum…“ oder „zum nächst möglichen Termin“. Damit Sie eine Nachricht über die Übergabe der Kündigung an die Versicherung erhalten, schicken Sie diese per Einschreiben mit Rückschein. Dieses kostet inzwischen zwar ein bisschen mehr Geld, aber Sie stehen auf der sicheren Seite und haben das Wissen, dass Ihre Kündigung bei Ihrem Berater oder dem Versicherungsunternehmen eingegangen ist. Dadurch ist gewährleistet, dass Sie alles richtig gemacht haben. Bestenfalls können Sie das Schreiben auch persönlich abgeben. Lassen Sie sich auch hier unbedingt eine Bescheinigung über die Übergabe aushändigen. Sollte es zu Diskussionen kommen, weil der Versicherer der Auffassung ist, dass er die Kündigung nicht zur rechten Zeit empfangen hat, haben Sie immer eine aussagekräftige Bestätigung.

 

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